ICD 10 Kapitel Code S00-T98 - Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen : Bemerkungen

Code S00-T98 Pfad:

Inhalt

Code Informationen

Schlüsselnummer S00-T98
Bezeichnung Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen
Typ chapter
Revision 10
Version 2020
Modifikation Deutsche Modifikation

Gruppen

In diesem Kapitel wird Teil S zur Kodierung unterschiedlicher Verletzungen einzelner Körperregionen benutzt. Teil T dient zur Kodierung von Verletzungen mehrerer oder nicht näher bezeichneter Körperregionen, aber auch zur Verschlüsselung von Vergiftungen sowie von bestimmten anderen Folgen äußerer Ursachen.

In der Überschrift von Kategorien, die Verletzungen mehrerer Lokalisationen aufführen, bedeutet das Wort "mit", dass beide Regionen betroffen sind, während das Wort "und" bedeutet, dass eine der beiden oder beide Regionen betroffen sind.

Das Prinzip der multiplen Verschlüsselung von Verletzungen sollte befolgt werden, wo immer dies möglich ist. Kombinationskategorien für multiple Verletzungen sollen benutzt werden, wenn die einzelnen Zustände unzureichend bezeichnet sind oder wenn zur primären Klassifizierung die Angabe einer einzelnen Schlüsselnummer geeigneter erscheint. Ansonsten sollten die einzelnen Verletzungen getrennt verschlüsselt werden. Die Regeln und Richtlinien zur Verschlüsselung der Morbidität oder Mortalität in Band 2 (Regelwerk) sollten ebenfalls herangezogen werden.

Teil S und die Schlüsselnummern T00-T14 sowie T90-T98 enthalten auf der dreistelligen Ebene die Art der Verletzung, wie nachstehend aufgeführt:

Oberflächliche Verletzung, einschließlich:

Blasenbildung (nichtthermisch)

Insektenbiss oder -stich (ungiftig)

Prellung [Kontusion], einschließlich Quetschwunde und Hämatom

Schürfwunde

Verletzung durch oberflächlichen Fremdkörper (Splitter) ohne größere offene Wunde

Offene Wunde, einschließlich:

Risswunde

Schnittwunde

Stichwunde:

    mit (penetrierendem) Fremdkörper (außer bei Beteiligung tieferer Strukturen)

    o.n.A.

Tierbiss

Fraktur, einschließlich:

Dislokationsfraktur

Geschlossene:

    einfache Fraktur

    eingekeilte Fraktur

    Elevationsfraktur

    Fissur

    Grünholzfraktur

    Impressionsfraktur

    Längsfraktur

    Spiralfraktur

    Torsionsfraktur

    traumatische Epiphysenlösung

    Trümmerfraktur

mit oder ohne verzögerte Heilung

Knochenkontusion [bone bruise] - Für den Gebrauch der entsprechenden Kategorien sind in der stationären Versorgung die Deutschen Kodierrichtlinien heranzuziehen.

Luxationsfraktur

Offene:

    Durchspießungsfraktur

    Fraktur mit Fremdkörper

    infizierte Fraktur

    komplizierte Fraktur

    Lochfraktur

    Schussfraktur

mit oder ohne verzögerte Heilung

Exkl.:Frakturheilung in Fehlstellung M84.0- 

Nichtvereinigung der Frakturenden [Pseudarthrose] M84.1- 

Pathologische Fraktur M84.4- 

Pathologische Fraktur bei Osteoporose M80.- 

Stressfraktur M84.3- 

Luxation, Verstauchung und Zerrung, einschließlich:

Abriss

Distorsion

Riss

Traumatisch:

    Hämarthros

    Riss

    Ruptur

    Subluxation

Verstauchung

Zerrung

Gelenk (-Kapsel)

Knorpel

Ligament

Verletzung der Nerven und des Rückenmarkes, einschließlich:

Kontinuitätsverletzung des Rückenmarkes und der Nerven

Rückenmarkläsion, komplett oder inkomplett

Traumatisch:

    Hämatomyelie

    Lähmung (vorübergehend)

    Nervendurchtrennung

    Paraplegie

    Tetraplegie

Verletzung von Blutgefäßen, einschließlich:

Abriss

Riss

Schnittverletzung

Traumatisch:

    Aneurysma oder Fistel (arteriovenös)

    arterielles Hämatom

    Ruptur

Blutgefäße

Verletzung von Muskeln und Sehnen, einschließlich:

Abriss

Riss

Schnittverletzung

Traumatische Ruptur

Verstauchung

Zerrung

Sehne, Muskel oder Faszie

Zerquetschung, einschließlich:

Crush-Verletzung

Zermalmung

Traumatische Amputation

Verletzung innerer Organe, einschließlich:

Explosionstrauma

Kontusion

Prellung

Rissverletzung

Traumatisch:

    Hämatom

    Riss

    Ruptur

    Stichverletzung

    Zerquetschung

innere Organe

Sonstige und nicht näher bezeichnete Verletzungen

Exklusion

Geburtstrauma beim Neugeborenen P10-P15 
Frakturheilung in Fehlstellung M84.0- 
Nichtvereinigung der Frakturenden [Pseudarthrose] M84.1- 
Pathologische Fraktur M84.4- 
Pathologische Fraktur bei Osteoporose M80.- 
Stressfraktur M84.3- 
Verletzungen der Mutter unter der Geburt O70-O71 

Teilen

1. IfSG-Meldung, kennzeichnet, dass bei Diagnosen, die mit dieser Schlüsselnummer kodiert sind, besonders auf die Arzt-Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) hinzuweisen ist

2. IfSG-Labor, kennzeichnet, dass bei die Laborausschlussziffer des EBM (32006) gewählt werden kann

3. Die Alpha-ID ermöglicht es, medizinische und alltagssprachliche Diagnosenbezeichnungen zu kodieren, stellt also Diagnosenkodes zur Verfügung.
2005 als Prototyp vom DIMDI herausgegeben basiert die Alpha-ID auf dem Alphabetischen Verzeichnis zur ICD-10-GM.
Jedem Eintrag des Alphabets ist eine fortlaufende, stabile, nichtsprechende Identifikationsnummer zugeordnet: der Alpha-ID-Kode.
Er identifiziert den Eintrag eindeutig und übernimmt somit die Funktion eines nichtklassifizierenden Diagnosenkodes. Mehr...

4. Die Orpha-Kennnummern stammen aus der Datenbank für seltene Erkrankungen "Orphanet".
Diese Datenbank ist ein allgemein zugängliches europäisches Referenzportal mit Informationen zu seltenen Krankheiten und Arzneimitteln für seltene Krankheiten (Orphan Drugs). Mehr...